Weblinks Litauen

 

Aktuelle Baltische Bücher

Baltbuch stellt ins Deutsche übersetzte Publikationen aus Estland, Lettland und Litauen vor. Gleichzeitig werden Publikationen deutschsprachiger Autorinnen und Autoren mit estnischen, lettischen oder litauischen Themen einbezogen.  Leider noch ohne Rezensionen.

Wieder eine tolle Seite über das Baltikum von Albert Caspari

http://baltbuch.blogspot.de/

 

Litauische Verteidigungsburgen, Hügelburgen, die ältesten Befestigungsanlagen Litauens (auf Englisch und Litauisch)

 

 Website der Litauischen Gemeinschaft in Deutschland Vokietijis Lietuviu Bendrove

 

 

Eine neue sehr gut gemachte Website über Litauen mit sehr schönen Fotos gibt es unter http://www.litauen-baltikum.de/

 

Eine sehr schöne Webseite über litauische Holzkunst, Volksmeister, sakrale Holzkunst und heute tätige Bildhauer gibt es als Kooperation der grenznahen Landkreise Lettlands und Litauens  unter www.wood-craft.eu

 

 

Die Baltic Times ist eine englischsprachige Wochenzeitung, die mich schon seit Jahren auf meinen Reisen ins Baltikum begleitet.

www.baltictimes.com

 

 

Museen in Litauen. Für (fast) jeden Geschmack ist was dabei. 

www.muziejai.lt/prev_vers/Turinys.de.htm

 

 

Juden in Birzai und Litauen um 1930  

 www.eilatgordinlevitan.com/birz/birz.html

 

 

Fähren nach Litauen

http://www.dfdsseaways.de/

 

 

Abkürzung zur Burg in Birzai

http://www.youtube.com/watch?v=5HCdulTl4ks

 

 

Eltonis Mazuika ist ein Birzaier Fotograf, der seine Fotos unter anderem auf www.Panoramio.com veröffentlicht. Der Besuch auf seiner Fotoseite lohnt sich!

http://www.panoramio.com/user/1109293

 

So stehen sowohl die Deutschen als auch die Litauer der politischen Geschichte des Memellandes - man könnte sagen - etwas reserviert gegenüber, so dass man zuweilen das Gefühl hat, immer noch auf gefährlichem Terrain zu wandeln. Beide Seiten neigen dazu, die Geschichte eher folkloristisch darzustellen - professionelle Historiker/innen ausgenommen - und die politische Betrachtung eher auszusparen. Nichtsdestostrotz gibt es eine gegenseitige Annäherung und die weitere Entwicklung in Litauen verspricht spannend zu werden.

 http://www.das-alte-nidden.de/index.html

 

 

Litauen Seite von Markus und Daiva.
Rein subjektiv : sind nicht viele Litauen Besucher zu richtigen Litauen Fans geworden?

Markus hat bei Facebook ein sehr aktives Litauen Forum gegründet. Litauen Freunde & Friends

http://www.litauen-urlauber.de


Bei Vyrud, wie er sich nennt, kann man sich über die Zeit wundern, die er für Reisen in Litauen und Europa verbringt. Mich interessierten dabei mehr die Städte in Litauen und Polen. Diese unglaubliche Menge an Eindrücken von selbst kleinsten Städtchen die er bereist hat, können schon Freude bereiten, da er vor allem mit Bildern arbeitet.
Ich verlinke hier auf die Seite von Vyrud, auf der er seinen Ausflug nach Birzai und Pabirzai schildert. Es lohnt sich aber alle seine Reisebeschreibungen anzuschauen.
Hier z.B. seine Meinung zum Tod von A. Brazauskas :
http://vyrud.livejournal.com/83150.html
Vyrud berichtet u.A. von Reisen nach:
Panevezys, Goldap, Kaunas 9. Fort, Alytus, Kaunas, Elektrenai, Birstonas, Paluse, Jieznas und Stakliskes, Dubingiai, Zarasai, Telsiai, Plunge, Elbing (dort ist meine Grossmutter geboren), Kernave, Lazdijai, Druskininkai, Vilnius, Anyksciai, Rokiskis, Raseiniai, Visaginas, Stelmuze, KJrekenava, Burbiskis, Seduva, Kiduliai, Jurbarkas, Kelme, Tytuvenai, Jonava, Sejny (usw.)
Viel Spass!!
(Zum betrachten der Berichte über Birzai klicken Sie bitte erst auf den Link oben. Auf der Seite von Vyrud oben auf NEXT. Möchten Sie alle Berichte durchschauen, dann oben auf Recent Entries klicken und dann rückwärts durch seine Einträge stöbern. Dauert, aber lohnt sich !)

http://vyrud.livejournal.com/23563.html

Die Wasserburg Trakai wurde im 14 Jahrhundert gebaut und bildete 200 Jahre lang ein Bollwerk gegen die Kreuzritter. Die Burg war unbeseigbar. Heute ist Trakai einer der Höhepunkte jjeder Liatuenreise. Trakai ist ca. 30 km von Vilnius entfernt. Heute werden klassische Konzerte in der Burg veranstaltet.

www.trakai-visit.lt

 

 

Lietuva - haben Sie das neue EU-Mitglied Litauen schon einmal kennengelernt? Ein Land mit wunderschönen Naturlandschaften, einer eigenen Sprache mit großer Tradition, und vielfältigen Kulturzeugnissen. Wir möchten auf dieser Seite zur kritschen Diskussion beitragen über aktuelle Themen Litauens, und gleichzeitig für mehr Verständnis für die litauische Perspektive werben.  Blog zu aktuellen litauischen Themen- Kultur und Politik

http://www.litauen.blogspot.de/

 

Wolfgang Nienke und seine Frau haben familiäre Verbindungen nach Silute, dem ehemaligen Heydekrug (siehe unter Litauen Ziele) und haben Litauen nun schon mehrere Male besucht.

Hier der Link zu ihren Reiseberichten:  www.w-nienke.de

 

 

Im Nordosten Europas liegen drei kleine Länder, fast unentdeckt und wenig beachtet - obwohl sie eine lange historische Verbindung zu Deutschland haben und bereits seit 2004 Mitglieder der EU sind. Estland, Lettland und Litauen liegen dort, wo die Ostsee "Westsee" heißt und es viele Ziele für Entdeckungsreisen gibt...

Hier bei Baltikumreise.info finden Sie Informationen über Reiseziele in den baltischen Ländern und dazu aktuelle Nachrichten und Buchtipps.

http://www.baltikumreise.info/

 

 

  Klick mich

Scandlinks listet gefühlt alle Webseiten auf, die etwas mit dem Baltikum zu tun haben. Ausserdem Links zu den skandinavischen Ländern und Island.

 

Die "Forschungsgemeinschaft Litauen" beschäftigt sich mit der litauischen Philatelie        

Aufgrund politischer und geografischer Veränderungen, ist das Sammelgebiet Litauen sehr vielschichtig. Es beinhaltet eigenständige Sammelgebiete wie: die Zarenzeit, die Republik 1918-1940, Mittellitauen, deutsche (Ostland) und sowjetische Besetzungen bis zur Wiedererlangung der Unabhängigkeit ab 1990. Die Forschungsgemeinschaft Litauen e.V. im BDPh e.V. befasst sich intensiv mit der Postgeschichte dieser Sammelgebiete.

Immer wieder interessant, wieviele verschiedene Interessensgebiete es für ein so kleines Land wie Litauen gibt.

Hier die Adresse: http://www.forschungsgemeinschaft-litauen.org/

 

 

Eine Website über baltisches Bier hat Josef Müller zusammengestellt.

Bier ist Nationalgetränk in Estland, Lettland und Litauen. In allen drei Ländern werden verschiedene Biersorten hergestellt. Beliebt sind vor allem helle und dunkle Biere. Einige sind sogar international ausgezeichnet worden z.B. Svyturys und Kalnapilis in Litauen, Uzavas und Aldaris in Lettland, Saku und A. Le Coq in Estland.
Besucher können nicht nur örtliche Biere probieren, sondern auch die Brautechnik und lokale Bräuche kennen lernen. Am besten lernen Sie die Bierkultur aber auf einem Bierfest oder in einem der vielen Gaststätten in den Städten und auf dem Lande kennen.

http://www.mediuminfo.de/bier-baltikum/index.html

 

 

Eine Website, die man durchaus kontrovers sehen kann, ist die von Dikigoros, einem Anwalt aus Bonn. Er schreibt unter einem Synonym über Gott und die Welt, über Geschichte und Politik- und immer wieder über Juden und den Holocaust. Seine Texte sind so interessant, dass ich sie ihnen nicht vorenthalten möchte. Das heute übliche distanzieren von Links finde ich furchtbar. Bei diesem Link distanziere ich mich aber von einigen Eigenarten des Autors Dikigoros, wie seiner fortwährenden Diskussion über Opferzahlen des Holocaust und sein leichtfertiger provokanter Umgang mit dem indischen Swastika. Da der geneigte Leser aber mündig ist, kann sich hier jeder eine eigene Meinung bilden   http://dikigoros.tripod.com/reisen.htm

 

 

Mitte Juni 2011 beschlossen 5 , damals noch alle in Riga lebende junge Frauen mit einem gemieteten Auto nach Litauen auf die Kurische Nehrung zu fahren.

Darüber schrieben sie in einem guten Blog einen sehr lesenswerten Bericht. Lesenswert sind auch die anderen Touren (Daugavpils-Lettland) der Damen.

Mit dem Benz auf die Nehrung

 

 

Im Jahr 2007 unternahmen Rita Terjung und Jörgen Hohenstein eine Fahrt mit ihrem MAN Reisemobil ins Baltikum. Estland, Lettland und Litauen wurden besucht. Viele Ziele sind mit GPS Daten angegeben. Ausserdem geben die beiden viele Insidertipps.

Baltikum mit dem MAN Reisemobil als PDF Datei

 

Im Jahr 2006 unternahmen Jürg Bornemann und Fredi Moran eine Tour mit ihrem Landrover durch Nordeuropa. Auch die baltischen Staaten wurden durchfahren. Die Charakteristiken der einzelnen Länder sind sypathisch dargestellt. Sehr schön zu lesen und deshalb meine Empfehlung.

Reisebericht Nordost Europa 2006 mit "Fuchur", dem Landrover Defender

 

 Infos über Litauen und Kultur in Jurbarkas von Roland Begenat   Litauen Blog

 

Routenvorschläge für Motorradtouren gibt es auf Bestbikingroads.com

 

Judenmassaker Litauen 1941    Die Mörder werden noch gebraucht!

 

Schöne Rundreise mit Rad und Bus der Familie Henke aus 2008 Rad und Bus Litauen

 

Buchungsportal auf Deutsch für Urlaub auf dem Land in ganz Litauen Atostogos Kaime 

 

Eine der umfassendsten Sammlungen von Texten über litauische Politik und Philosophie auf Englisch. Initiiert von Exillitauern in den USA, schreiben für Lituanus hochkarätige Dichter, Poeten und Schriftsteller: Lituanus

 

Für unsere Wohnmobilfreunde ist die Website von Peter Wiermann interessant. Er gibt Tipps rund ums Thema Wohnmobil und ausführliche Infos über viele selbst ausprobierte Stellplätze.

http://womotipps.de/

 

Sie hat den Anspruch, eine der besten Grundschulen in Marl zu sein:

die www.overbergschulemarl.de  Overberg Marl

 

 

Falls jemand Eheprobleme hat: man kann es sich bei der Problemlösungssuche auf dem Bauernhof der Familie Bosmann gut gehen lassen. Alma Bosmann ist Paartherapeutin, die neu gebauete Ferienwohnung wirklich sehr schön. Empel, Emmerich, aber auch das nahe Rees, die wohl schönste Stadt am unteren Niederrhein, laden zum Besuch ein. Arnheim ist nicht weit.

http://www.paartherapie-wir-beide.de/

 

Zurueck

 

Umgestürztes Boot – diesmal aber zum Glück der Touristen

 

Von Raimundas Binkis, Birzai

 

Den neuen Moden darf der Staat und die Gesellschaft Litauens auch nicht entkommen. Derzeit ist es modisch geworden, neue Aussichtstürme zu bauen – man kann im Internet mehr als 20 solche Objekte finden, manche sind älter, manche neuer.

Einer der letzten solcher neuen Türme in Litauen ist ein Turm in der Birzaier Region, nämlich im Dorf Kirkilai, etwa 8 km von Biržai entfernt. Wenn man mit dem Auto oder Motorrad unterwegs ist, sollte man die Richtung Kirkilai Dorf aus Birzai wählen, dann, schon in dem Dorf, am Anfang davon, steht ein braunes Schild, das nach rechts, auf die Kirkilaier Seen (Seenplatte) zeigt.

 

Schild Kirkilai See Turm Birzai

Richtungszeiger  (Karstseen)

 

Dann, nach einem Kilometer Schotterpiste – steht man neben ihm.  An einem Parkplatz mit Informationstafel und auch Biotoiletten.

 

Kirkilai Parkplatz Litauen

Der Parkplatz vom Turm gesehen

 

Der Aussichtsturm

Der Aussichtsturm ist in Form eines auf das Ende gestellten Kanus gebaut worden – sieht ganz originell aus. Ich bin nicht sicher, ob es irgendwo etwas ähnliches gibt. Die Gesamthöhe des Turmes ist 31,7 Meter. Wenn man nach oben durch die metallische Treppe heraufgeklettert hat , findet man eine Aussichtsplattform, wovon man eine wunderbare Aussicht auf die Umgebung hat. IAuf dem Turm bemerkt man sofort, wie tatsächlich grün das litauisches Land ist – überall Wälder, verschiedene Pflanzen, und nur hier und da irgendwo scheint es auch mehrere kleine Dörfchen oder einzelne Häuser zu geben.

 

Aussichtsturm Kanu Birzai Litauen Kirkilai

Vielleicht das größte umgestürzte Kanu, das man finden kann

 

Im Zentrum der Idee um dem Turm und des Aussichtspunktes stehen die wunderschönen Kirkilaier Seen. Die Seen haben karstische (1) Herkunft, sind ganz interessant für Geologen und Botaniker (es wachsen darin z.B. sogenannte purpurfarbige Schwefelbakterien, die, soweit der Autor weiss, in Europa nur noch irgendwo in Italien zu finden sind)  und sehen ohne Zweifel schön aus– wie aus Land- als auch aus der Vogelperspektive. Nicht vergleichbar natürlich mit dem Bodensee – aber der Große und die Kleinen sind eventuell nicht miteinander vergleichbare Dinge.

 

Kirkilai See von oben

Der Blick von oben

 

Mitte links wurden die Bilder vom Angeln gemacht, als ein Reh durch den See schwamm

 

Litauen Karstseen Kirkilai

Die berühmten Kirkilaier Karstseen (Blick aus dem Turm)

 

Pfad um die Seen Litauen Kirkilai Birzai

Der Pfad um die Seen herum: man kann so kleine Sümpfe überqueren

 

Also, wer möchte die Phänomena (Seen als wichtigstes Objekt) aus näherer Ansicht erfahren, der kann leicht in Biržai ankommen, und zwischen anderen schönen Sehenswürdigkeiten auch den neuen Kirkilaier Turm zu besichtigen – um so mehr, als  daß auch jeder Deutsche sicher sein kann, als EU Steuerzahler einen kleinen Teil davon beigebracht zu haben (kostete der Turm etwa 0,5 Mio Euro aus dem EU Haushalt) ;-) .

 

Fotos © Raimundas Binkis

 

 

1-Karstseen entstehen durch Einbruch unterirdischer Höhlen. Unter den Seen befinden sich Gesteinsschichten wie Gips, Kalk und Dolomit, die sich mit der Zeit durch Wasserausspülung lösen, Hohlräume bilden und irgendwann einstürzen.

Im Raum Birzai gibt es sehr viele solcher Höhlen und Karstseen. Auch Häuser wurden durch den Karstuntergrund geschädigt.

 

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Herrenhäuser um Birzai

 

Von Raimundas Binkis

 

 

 

 

herrenhaus mantagailiskis Alter Stall

In Mantagailiskis, auf dem Weg von Birzai zum Bibergebiet in Uzubaliai, gibt es ein zerfallenes altes Herrenhaus.

Wir haben den Besuch dort als sehr schön empfunden. Angeblich hat die Rinkuskiai Brauerei vor, den Komplex zu renovieren.

Mantagailiskis

 

Wirtschaftsgebäude

Brunnen

Alter Brunnen

Noch ein Karstloch

Auch hier gibts Karstlöcher (siehe hier)

Ruine

Ställe

Stallgebäude

Herrenhaus von vorne

Details

Hausdetails

Sehr schöne Details, hoffentlich wird der Verfall aufgehalten

Säulen

Interessante Säulen

linke Hausseite

linke Hausseite

Die linke Seite vom Haus

grosse Steine

Abstuetzung

So kann man auch abstützen

Pferdeställe

Alte Pferdeställe

Ställe

 

Stalltuer

Alte Stallungen

Stallungen

Fruehling in Birzai

Ostern 2011

Gespaltener Baum

Durch einen Blitzeinschlag (?) gespalten

Karstloch

 

Herrenhaus Litauen Birzai

Im Sommer 2012 waren Instandhaltungsarbeiten im Gange.

 

Wie man auf den Fotos sehen kann, ist das Herrenhaus in schlechtem Zustand. Wenn sie zu den Bibern nach Uzubaliai fahren, kommen sie sowieso hier vorbei.

Man biegt links vom See in die Salociu Gatve ein. Nach 700 m auf der rechten Seite ist die Rinkuskiai Brauerei und das Alaus Kelia Restaurant. 2600 m nach dem Abbiegen kommen Geologine Ola und die Lapes Ola (also zwei Karstlöcher). Und nach genau 3300 m geht nach rechts eine Strasse zum Mantagailiskis Herrenhaus.  Davor ist ein Parkplatz ausgeschildert.

Wir finden, ein Spaziergang lohnt sich.

 

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Schwarzer Burgberg

 

Auf dem Weg von Birzai nach Skaistkalne (Schönberg), weisen Holzschilder auf Sehenswürdigkeiten am Wegesrand hin. Hier liegt auch das Torfabbaugebiet mit der grossen Biberpopulation, das  hier auf birzai.de schon lange beschrieben wurde.

Das Hinweisschild: Juodeliu pilia kalnas  (Schwarzer Burgberg) blieb jahrelang unbeachtet und ich bin dem Hinweis erst im März 2015 nachgegangen. Im März waren die Auswirkungen des Winters noch überall zu sehen, deshalb sind die Bilder nicht so schön.

Von Birzai kommend, weist das Holzschild-

 nach rechts in den Wald. Mein Tipp: gehen sie auf der Strasse bis zum Ende des Waldes und dann zwischen Wald und einer Bauernkate von der Strasse weg auf diese Baumgruppe zu.

 

Hinter den Bäumen läuft man ein Stück durch den Wald (mehr links halten!) und man erreicht den putzigen Burgberg.

Eifrige Leser von Birzai.de oder alles-ueber-litauen.de wissen, dass sich die Litauer früher mit solchen Burgbergen verteidigt haben.

Dieser kleine Hügel ist selbst in Birzai total unbekannt. Ich habe niemanden getroffen, der ihn bewusst besucht hat. Auch im Internet gibt es kaum Informationen. Der Burgberg soll 1000 Jahre alt sein und sein zweiter Name "Velniakalniu" (Teufelsberg) deutet schon darauf hin, dass er vermutlich früher als heidnische Opferstelle gedient hat.

 

Um das Bergchen gab es früher einen Wassergraben, den man heute nur noch erahnen kann. 

 

Das Berglein hat die Masse 15x12 Meter und eine Höhe von etwa 5 Metern

 

Trotzdem fand ich den Ort wunderschön und er erinnerte ein bischen an den Burgberg in Merkine, auch wenn der Vergleich (aufgrund der Dimension und der geschichtlichen Bedeutung) natürlich hinkt.

 

Der Burgberg liegt an einer Schleife des Flüßchen Apascia, welches der Ablauf des Sirvenos Sees in Birzai ist, einst als Verteidigung der Birzaier Burg angelegt. Man sieht, hier ging es um die Verteidigung gegen Norden.

 

Mit ein bischen guten Willen, kann man den Burgberg links von der Biegung sehen.

 März 2015 Burgberg mit Apascia

 

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Juedische Geschichte Birzai   

Juedische Geschichte Birzais

 

Birzai und seine Juden

Die kleine Stadt Birzai hatte im Jahr 1897  4413 Einwohner, wovon 57 % Juden waren (davon mehr unter "jüdische Geschichte Birzais").

 

Der alte jüdische Friedhof in Birzai ist der größte in ganz Litauen.

Im "Sela Heimatmuseum", beheimatet in der Birzaier Burg, erinnert eine einzige kleine Vitrine an die jüdische Kultur Birzais.

In der Abteilung über den Hitler-Stalin-Pakt, der sowjetischen Besatzung und den Deportationen der Jahre 1941 nach Sibirien, gibt es ein Foto von Juden , die die Regierung Paleckis und den Pakt mit der Sowjetunion bejubeln.

 

Ich versuche die "Rolle" der Juden in den Jahren 1940 und 1941 zu untersuchen und würde mich über Anregungen und Unterstützung freuen.

 

astravas-gedenkstätte birzai litauen

Am 8. August 1941 kam das Aus für die Litauer jüdischen Glaubens. Die deutschen Einsatzkommandos ließen mit Hilfe litauischer Freiwilliger (oft Partisanen oder Weißarmbindler vom Aufstand gegen die sowjetische Besatzung) die Juden von der Stadt in den Astravas-Wald nordöstlich vom Sirvenos-See laufen. Zuvor hatten jüdische Männer Gruben ausheben müssen.

 

In der United States Holocaust Memorial Museum Encyclopedia of Camps and Ghettos steht zu den Morden in Birzai :

"On July 26, 1941 the town authorities ordered all Jews to move into the ghetto, for which purpose they have designated several small streets in the vicinity of the synagogue. Any Lithuanians living in this area were also forced to move out, exchanging houses with Jews  who moved in. Barbed wire surrounded the area and armed Lithuanian policemen guarded it.  A lack of resources caused widespread hunger in the ghetto. The birzai ghetto existed only about two weeks. On August 4, 1941, a group of about 500 Jewish men were sent out of the ghetto with spades, while the women, children and elderly  were locked up in the synagogue, guarded by Lithuanian auxiliary police (wearing white armbands). The men dug a ditch more than 30 meters longand 2 meters wide, which took them three day. Then on August 8, German forces of Einsatzkommando 3, assisted by Lithuanian auxiliaries, surrounded the ghetto. The Jews were told that they would be send to Palestine and were ordered to assemble. The men were marched out to the ditches first and were beaten and cursed on the way. Dr. Levin, a local phycician, refused to go and was shot on the spot. They were taken to the ditches in the Astravas Forest, about 3 kilometers outside the town.


About one hour later, the women and children were marched off in the same dicection, weaving good-bye to local aquaintances. At this time the sound of shooting could allready be heard in the distance. Jews from the hospital were taken to the killing site on trucks. At the ditch the Jews were made to undress and then shot in the graves in groups of 10, piled up on top of each other. Some of the Jews had their gold teeth ripped out of their mouths. The murderers drank heavily during the Aktion [sic].
In total about 2.400 Jews (720 men, 780 women and 900 children) were murdered. Several days later about 90 Lithuanians were shot into the same mass grave for alleged collaboration with the Soviets. After the Aktion [sic], local Lithuanians looted property from the empty ghetto, handing only the most valuable items on to the Germans. In September 1941, Einsatzgruppe A reported that Kreis Birsen was "cleansed of Jews" (judenrein).
One Jewish girl, Helena Nosowa, is known to have escaped from the murder Aktion and survived with the aid of local Lithuanians until the arrival of the Red Army. After the war, Jewish survivors and returnees to Birzai placed a memorial at the site of the mass killings."

Sources
Information on the fate of the Jews of Birzai during the Holocaust can be found in the following publications: (z.B. Henry Tabakin: Only Two Remained (1973) und viele weitere Quellen)

 

Die einzigen Überlebenden dieser Zeit waren die von den Sowjets (bei den Massendeportationen) im Jahre 1940 nach Sibirien Deportierten und Juden, die in der russischen Armee dienten. Über das Leben von Šeftel Melamed später mehr.

 

Am Ort des Massakers ist heute eine Gedenkstätte

gedenkfeier melamed birzai

Šeftel Melamed, seine Tochter Leta Vainoriene und Antanas Seibutis

gedenkfeier deutsche botschaft  birzai

Bürgermeisterin I. Varziene, Vertreter der deutschen Botschaft in Vilnius und Birzaier Schüler

 

Heute ist dort eine Gedenkstätte. Im Sommer 2011, als eine Gruppe engagierter Christen aus Deutschland den jüdischen Friedhof in Ordnung brachten, wurde dort im Beisein von Sheftel Melamed, der Birzaier Bürgermeisterin Varziene und Vertretern der deutschen Botschaft ein Kranz niedergelegt.

 

 

Unvollständige Liste der Mörder am Massaker in Birzai und Umgebung:

 

Holocaust Litauen Taeter

 

(Quelle der Namen: Josef Rosin oder hier gibts weitere Listen)

 

Den kompletten Text über die Zeit der Juden in Birzai lesen sie auf deutsch hier

 

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